Was ist Ayurveda

Ayurveda ist das Wissen um ein gesundes und langes Leben. Diese über 3000 Jahre alte Lehre stammt aus Indien und ist dort ein anerkanntes Medizinsystem. In Europa findet es zunehmend Beachtung, da es den Menschen mit Körper, Seele und Geist, seiner individuellen Konstitution und in seinem sozialen Umfeld betrachtet und dabei die Gesundheitsvorsorge in den Vordergrund stellt.

Die Definition von Gesundheit im Ayurveda »im Selbst verweilen« 

Prakriti ist unsere Geburtskonstitution, sie wird bei der Zeugung festgelegt und bestimmt die körperlichen, mentalen und emotionalen Eigenschaften und definiert damit, wer wir sind. Das Wissen um die eigene Natur ist die Voraussetzung für ein langes, erfülltes und gesundes Leben. 

Vikriti ist unser aktueller Zustand, eine Abweichung oder Störung des Urzustandes. Der Lebensstil, die Ernährung und viele anderer Einflüsse können dafür sorgen, dass die Konstitution sich verschiebt. Weil das Prakriti der Idealzustand ist, ist das Ziel einer Ayurveda Behandlung, die natürliche Balance wiederherzustellen.


Ayurveda definiert Gesundheit mit folgenden zentralen Begriffen 

  • Doshas – Regelkräfte im Gleichgewicht
  • Dathus – Körpergewebe sind stabil und gut entwickelt
  • Agni – Verdauungsfeuer funktioniert optimal
  • Mala – Abfallprodukte werden ausgeschieden
  • Sensorische und motorische Organe funktionieren uneingeschränkt
  • Klarheit und Wohlbefinden des Geistes
  • Die Person fühlt sich glücklich – die Seele wird wahrgenommen


Die zentralen Begriffe im Ayurveda

Pancha Mahabhutas – die fünf Elemente
Die fünf kosmischen Elemente Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde, als feine Form von Energien verstanden, spielen nach der ayurvedischen Lehre eine zentrale Rolle. Alle Lebewesen, die Natur sowie das gesamte Universum bestehen aus den gleichen Bausteinen. Meine kleine Enkeltochter erklärt das sehr einfach »wir alle sind aus Sternenstaub entstanden«.

Doshas – aus den fünf Elementen formieren sich die drei Regelkräfte

Vata aus Wind und Raum – Das Bewegungsprinzip

Pitta aus Feuer und Wasser – Das Umwandlungsprinzip

Kapha aus Erde und Wasser – Das Strukturprinzip
 

Im Ayurveda ist jeder Mensch einzigartig in seiner individuellen Konstitution, in der immer alle drei Doshas in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden sind. Eines oder zwei der drei Dosha sind meist vorrangig. Das Dosha legt bestimmte Eigenschaften fest, wie zum Beispiel den Körperbau, den Stoffwechsel, die Talente, Stärken, Vorlieben und Neigungen des Menschen. Die Bestimmung der Konstitution ist nicht einfach, da sich durch die verschiedenen Kombinationen und Ausprägung der Doshas Körpermerkmale vermischen und durch Störungen (Vikriti) das Prakriti überlagert ist. Durch Befragung, Betrachtung und durch die Pulsdiagnose wird das Prakriti bestimmt. Es gibt Fragebögen mit deren Hilfe man eine erste Einschätzung seines Konstitutionstyps vornehmen kann.

Dathus – die 7 Gewebe
Ayurveda unterscheidet sieben Gewebearten die sich aufeinander aufbauen. Plasma, Blut, Muskelgewebe, Fettgewebe, Knochen, Nervengewebe und Fortpflanzungsgewebe. Der gesunde Aufbau hat eine zentrale Bedeutung, denn die Essenz ist Ojas, das feinstoffliches Endprodukt eines optimalen Gewebsstoffwechsels, das gleichzusetzen ist mit Lebensenergie, Freude, Immunkraft und Ausstrahlung.

Agni – unser Verdauungs- oder Lebensfeuer – der Schlüssel zu Gesundheit und Schönheit
Verdauung wird auf drei Ebenen verstanden: körperlich, sinnlich-psychisch und geistig. Jeder Mensch hat entsprechend seiner Konstitution und Lebensweise einen individuellen Stoffwechsel der den Appetit und die Ernährungsgewohnheiten bestimmt. Ist das Agni geschwächt wird die Nahrung nicht richtig »verbrannt« und hinterlässt im Körper Abfallprodukte (Ama), die sich ablagern und den Gewebeaufbau beeinträchtigen. Jede Krankheit steht mehr oder weniger in Verbindung mit einer Disharmonie unseres Verdauungssystems, daher ist die Ernährung und die Regulierung von Agni ein zentrales Element in jeder ganzheitlichen Ayurveda-Therapie.

Therapiesäulen
Die Ayurvedamedizin verfügt über zwei intensive Behandlungsmethoden, die Kräuterheilkunde und die Ausleitungs-und Reinigungstherapie (Panchakarma), auch schwere Erkrankungen können damit erfolgreich behandelt werden. Beide Behandlungen sind erfahrenen Ayurveda-Ärzten vorbehalten. Die Therapie beginnt meist mit einer intensiven Reinigungskur, bei der die angesammelten Schlacken aus dem Körper entfernt werden und wird dann mit aufbauenden Heilkräutern fortgeführt.

Ayurvedische Gesundheitsförderung
Neben diesen Therapien nehmen Behandlungen zur Gesundheitsförderung den größten Stellenwert ein, da Sie der Entstehung von Krankheiten vorbeugen und dem Aufbau von Lebensenergie, Freude und der Aktivierung der Selbstheilungskräfte dienen. Die entspannenden und gleichzeitig vitalisierenden Behandlungen sind klassische Schönheits- und Verjüngungstherapien, die gerade in der heutigen Zeit mit den hohen Belastungen in Beruf, Familie und Gesellschaft zum Stressausgleich sehr wichtig sind.

Massagen
Die ayurvedischen Öl- und Trockenbehandlungen unterstützen den Körper in seinem Reinigungs- und Erneuerungsprozess. Beschwerden können reduziert oder beseitigt werden und helfen in das ursprüngliches Dosha-Gleichgewicht zurückzufinden. Durch die äußere Ölung wird der Körper weich, die Abfallstoffe und Gewebegifte lösen sich und werden bei der anschließenden Schwitzbehandlung ausgeleitet. Die regelmäßige Anwendung bewirkt eine Verjüngung, Zellerneuerung und Vitalisierung. Sie stärkt das Immunsystems und unterstützen das allgemeine Wohlbefinden von Körper und Seele. Man unterscheidet zwischen gewebereduzierenden und gewebeaufbauenden Behandlungen. Zu den gewebeaufbauenden Massagen gehören die verschiedenen Ölmassagen. Die gewebereduzierenden Massagen (Trockenmassagen) unterstützen die Entgiftung und die Gewichtsreduktion.

Yoga
Atmung, Bewegung und Stille, diese Elemente vereint eine gute Yogapraxis. Für jeden Konstitutionstyp gibt es unterschiedliche Empfehlungen welche Pranayama- und Asana-Praxis und welche Form der Mediation oder der inneren Schau das Gleichgewicht der Doshas unterstützt.

Gesundheitsvorsorge im Ayurveda basiert auf drei Säulen:

  • Gesunde konstitutionsgerechte Ernährung
  • Lebensgewohnheiten wie zum Beispiel ausreichender Schlaf 
  • und eine liebevolle Partnerschaft und liebevolle Beziehungen

Ernährung
»Ohne richtige Ernährung ist Medizin nutzlos, mit richtiger Ernährung ist Medizin unnötig« dieser ayurvedische Vers beschreibt die zentrale Rolle der Ernährung. Dabei werden acht Faktoren für die Heilkraft der Nahrung beschrieben: 

  • Qualität und Frische der Nahrung
  • Herkunft der Lebendmittel
  • Verarbeitung von Lebensmittel
  • Kombination von Lebensmittel
  • Menge der Lebensmittel
  • Einfluss der Zeit auf den Esser
  • Regeln für das richtige Essverhalten und 
  • Zustand des Essers (Konstitution)

Lebensgewohnheiten und Tages-Routine

Morgen Routine
Zu einer guten ayurvedischen Morgen Routine gehört das Entfernen von Zungenbelägen. Im Mund und auf der Zunge sammeln sich in der Nacht Giftstoffen an, die durch das Abschaben entfernt werden können. Im Anschluss erfolgt das sogenannte Ganducha, das Öl-Ziehen, Zähne und Zahnfleisch profitieren sehr davon. Mit ein bis zwei Gläsern warmes Wasser wird der Körper im Anschluss von innen gereinigt und der Stoffwechsel angeregt. Wenn sich dann noch eine halbe Stunde Zeit für einen Sonnengruß oder eine Mediation findet, ist die ayurvedische Morgen Routine perfekt. 

Gesunder und ausreichender Schlaf ist für die Regeneration von hoher Wichtigkeit. Auch in den Tageszeiten finden sich die Regelkräfte der Doshas wieder. Daher kommt die Empfehlung in der Kapha-Zeit (vor 22 Uhr) ins Bett zu gehen um gut einschlafen zu können und am Morgen wieder vor der Kapha Zeit (vor 6 Uhr) aufzustehen um die Vitalität der Vata-Zeit zu nützen. 

Und nicht zuletzt ist es die Liebe, die Beziehungen, Familie und Freunde, die der Quell unserer Gesundheit sind.

Meine Behandlungsangebote

 

Bettina Heckmair

Ayurvedische Schönheitspflege und Massagen

Mühlgasse 11

85748 Garching

Tel +49 176 24 76 69 91

info@ganesha-garten.de

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